Banneux
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Banneux Auf
einer kargen Hochebene in den belgischen Ardennen liegt Banneux, ein
kleines Dorf, in dem die Familie Beco mit ihren Kindern lebte.
Mariette wurde am 25.03.1921 geboren und wuchs in ärmlichen Verhältnissen
auf. |
Am 19.10.1933 war die dritte Erscheinung. Mariette geht wieder um 19.00 Uhr das Haus in Begleitung ihres Vaters und begegnet der schönen Dame an der Quelle. Sie fragt Sie: „Wer sind Sie?" Ich bin die Jungfrau der Armen und diese Quelle sei für alle Nationen. Für die Kranke". Mit den Worten:" Ich werde für dich beten. Auf Wiedersehen! Verabschiedete sich die Jungfrau. Die vierte Erscheinung war am 20.01.1933 um 19.00 Uhr an der Quelle, wo die Jungfrau ihr anvertraute: „Mein Wunsch wäre eine kleine Kapelle". Die fünfte Erscheinung war am 11.02.1933 an der Quelle. Im Beisein einiger Betenden sagte die Jungfrau: „ Ich komme das Leiden zu lindern. Auf Wiedersehen. Bei der sechsten Erscheinung am 15.02.1933 sagte die Muttergottes: „Glaubt an mich- ich werde an euch glauben!" Dann vertraute sie Mariette ein Geheimnis an und verschwand mit den Worten: „Bete viel! Auf Wiedersehen"! Die siebten Erscheinung am 20.02.1933 war mit den Worten: Mein liebes Kind, bete viel! Auf Wiedersehen"! Bei der achten Erscheinung am 02.03.19933 hört Mariette die Worte:" Ich bin die Mutter des Erlösers, Mutter Gottes. - Bete viel"! Sie sagt Adieu, legt dem Kind die Hände auf, segnete es und entschwindet zum Himmel.
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Die Jungfrau der Armen
Es mag die Schlichtheit der Botschaft von Banneux sein, die bis heute die Menschen anzieht. Die Erscheinung nennt sich nicht „Mutter, Königin, Dame“. „Jungfrau der Armen“ will sie genannt sein. Ihre Botschaft ist ganz die Botschaft Jesu: für alle Völker, um das Leid zu lindern! Ihr Wunsch nach einer kleinen Kapelle, ihre Bitte um viel Gebet, ihr Aufruf und ihre Zusage „glaubt an mich, ich werde an euch glauben“ und die Gabe einer Quelle sind in ihrer Einfachheit und Eindrücklichkeit anziehend. Bis heute bemühen sich der Wallfahrtsort, der in der Obhut des Bistums Lüttich liegt, und die zwölf dort angesiedelten Orden und religiösen Gemeinschaften diese Bescheidenheit zu bewahren: „Wir brauchen hier keine großen Wunder“ bringt es Karin Biedermann auf den Punkt.
Dennoch: die Pilger aus aller Welt geben mit ihrer Zahl den Rahmen vor. Bereits im August 1933 wurde der Wunsch der Erscheinung nach einer kleinen Kapelle erfüllt, eine internationale Gebetsvereinigung wird mit bischöflicher Unterstützung gegründet. 1937 entsteht die so genannte Esplanade, ein großer offener Platz für 10 000 Menschen, umrahmt von zwei langgestreckten Kapellen und überragt von einem hohen Magnificat-Altar. Auf den Bau einer prächtigen Basilika wurde verzichtet, erst 1984 entstand am Rand der Pilgerzone ein einfacher, hallenartiger Gottesdienstraum für 5 000 Pilger.
Die Pilger gehen im „Heiligen Bezirk“ einen vorgegebenen Weg. Er beginnt an der kleinen Kapelle, die an der Stelle der ersten Erscheinung steht. Unter einem lang gezogenen Dach brennen hunderte von Opferkerzen. Etwa 100 Meter weit ist dann der Weg zur Quelle, an der die Menschen ihre Hände eintauchen, das Gesicht benetzen und das Wasser in Flaschen abfüllen. Weiter geht der Weg durch den Wald zur kleinen Michaelskapelle, dem Schutzpatron Deutschlands geweiht – eine Nachbildung der Kapelle von Röhndorf, dem Wohnort Konrad Adenauers, der in den fünfziger Jahren den Bau dieser Kapelle tatkräftig unterstützt hat. An einem modernen Kreuzweg aus beleuchteten Glasfenstern vorbei, gelangt man schließlich zu dem Missio-Pavillon. Missio Belgien und Missio Aachen zeigen eine Dauerausstellung über Missionsaktivitäten und verkaufen kunstgewerbliche Artikel aus den Ländern des Südens.
Schwester Cäcilia Roth hat heute Dienst. Lange Jahre hat sie in Ruanda gearbeitet und lebt nun im Haus der Weißen Schwestern in Trier. Für einige Wochen arbeitet sie am Verkaufsstand und erzählt von ihren Erfahrungen aus den ärmsten Ländern der Erde. Sie weist auch darauf hin, dass rund um den Globus Statuen der „Jungfrau der Armen“ zu finden sind. Denn Banneux schickt Pfarreien auf Wunsch eine Abbildung der Gnadenfigur zu.
pilger-reisen.de
Paul Launer
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